Praxisbeispiele

Auf einer Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin haben die TeilnehmerInnen ihre "Guten Ideen aus der Praxis zur Beteiligung von Jugendlichen" präsentiert und den "Handlungsbedarf zur Umsetzung von Beteiligung der Jugendlichen" aufgezeigt.

Es gibt viele erfolgreiche Beispiele und engagierte Bemühungen zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der stationären Erziehungshilfe. Grund genug, sich bei der Umsetzung an gelingender Praxis zu orientieren, dieses Wissen und den Erfahrungsschatz zu sichern und zu verbreiten.

Damit diese Rubrik wachsen kann, bitten wir PraktikerInnen aus der stationären Erziehungshilfe, Ihre guten Erfahrungen zu teilen und uns ihre Beispiele gelingender Beteiligung zu zu senden!

Nachfolgend finden Sie eine systematisierte Liste mit Good-Practice-Beispielen, die Sie inspirieren und motivieren sollen!


Leitlinien und Standards

"Du bist bei uns willkommen"-  Fachliche Standards und Selbstverpflichung für stationäre Einrichtungen der Erziehungshilfe des PARITÄTISCHEN

Beschrieben wird, was junge Menschen erwarten können, wenn sie in einer Einrichtung der Erziehungshilfe leben. Auch den Familien der jungen Menschen geben die Standards eine erste Orientierung. Mit der Unterzeichnung als Selbstverpflichtung erklären die Paritätischen Träger der Erziehungshilfe verbindlich die Umsetzung dieser Standards sowie die jährliche Durchführung eines Projektes zur Qualitätsentwicklung.

Infos: www.paritaet-nrw.org

Download Selbstverpflichung 

 

Kinderrechte in der Caritas
Leitlinie zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in den Einrichtungen und Diensten der Caritas zur Diskussion und Reflexion verbandlicher Praxis. 
Infos: www.caritas.de

Download

 

Leitlinien zur Beteiligung im SOS-Kinderdorf e.V.
Die Leitlinien mit Rahmenvorgabe geben den MitarbeiterInnen in SOS-Einrichtungen eine Orientierung, wie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im SOS-Kinderdorf e.V. mit Leben gefüllt werden soll. 
Infos: www.sos-kinderdorf.de

Download


Beteiligung als Instrument wirkungsorientierter Jugendhilfe

Selbstwirksamkeitsmessung in der Erziehungshilfe

Im Rahmen des Bundesmodellprogramms "Wirkungsorientierte Jugendhilfe" wurde im Helene-Kaisen-Haus, einer Einrichtung für sozialpädagogische Dienstleistungen des Magistrats der Stadt Bremerhaven, eine Methode zur Wirksamkeitsmessung erzieherischer Hilfen entwickelt.

Infos: www.guido-osterndorff.de 

Fachbeitrag

Präsentation


Beteiligungsprozesse in Einrichtungen

Partizipation - läuft doch!?

Die Zeitschriftenreihe des LWL-Landesjugendamtes Westfalen , widmet seine Ausgabe 4.2012 von Jugendhilfe-aktuell, dem Thema Partizipation. Das Heft zeigt Beispiele guter Beteiligungspraxis, wirft Fragen auf und regt zum Nachdenken an.

Link zu weiteren Informationen, Inhaltsangabe und Downloadmöglichkeit:

http://www.lwl.org/LWL/Jugend/Landesjugendamt/LJA/Service/jhaktuell/zarchiv/jhakt/Ausgabe-4-2012

 

Demokratie in der Heimerziehung

Der Praxisentwicklungsprozess der AWO Schleswig-Holstein beschäftigt sich mit der Frage, wie Kinder und Jugendliche an der Entwicklung eines institutionellen Kinderschutzkonzeptes beteiligt werden können.

Artikel von Remi Stork zum Projekt "Zu Risiken und Nebenwirkungen der Heimerziehung ... fragen Sie ihre Kinder, Jugendlichen und MitarbeiterInnen". Infos: www.awo-sh.de

 

Beteiligung in den Einrichtungen der Initiative für Intensivpädagogik (IFI) gGmbH
In den 20 norddeutschen Einrichtungen der IFI wird Partizipation von Kindern und Jugendlichen auf verschiedenen Ebenen umgesetzt und tatsächlich gelebt.
Beispiele dafür sind ein Jugendmagazin von kids für kids und regelmäßige Treffen von Gruppensprechern. Lesen sie hierzu zwei Beiträge aus dem IFI Stiftungs- Magazin „IFIgenie“ 

Bericht über “ifigenie 4kids” 

Bericht über die Gruppensprechertreffen: „Übergreifende Plattform“
Infos: www.ifi-ggmbh.de

 

Modellprojekt "Partizipation junger Flüchtlinge in der stationären Kinder- und Jugendhilfe (Start Mai 2011)
Der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. führt das dreijährige Projekt, gefördert von der Aktion Mensch, durch. Oberstes Ziel des Projektes ist es, die Lebenssituation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) in Deutschland zu verbessern. Junge Flüchtlinge und Fachkräfte werden dabei an diesem Prozess gleichermaßen beteiligt, sie wirken gemeinsam und auf Augenhöhe an der Verbesserung mit.
Infos: www.b-umf.de

 

„Just do it now“Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Evangelischen Jugendhilfe Bergisch Land
2010 haben Kinder und Jugendliche aller 14 Wohngruppen gemeinsam mit Fachkräften zu den Themen: Rechte, Beteiligung im Alltag, Anregung und Beschwerde gearbeitet. Stefan Wutzke und Dr. Remi Stork begleiteten das Projekt, das durch das Land NRW als Modellprojekt gefördert wurde. 
Infos: www.diakonie-rwl.de 

Abschlussbericht

Präsentation

Weitere Materialien werden auf Anfrage gerne zur Verfügung gestellt.
Kontakt: s.wutzke@diakonie-rwl.de 

 

Beteiligung im Haus Marienthal gGmbH
Der Prozess im Haus Marienthal wurde von Rainer Brandenstein im Rahmen der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin vorgestellt. 
Infos: www.haus-marienthal.com

Präsentation

 

Der Beteiligungsprozess im Kinder- und Jugendhilfe-Verbund gGmbH Berlin
Der Prozess wurde von Helga Mittag bei der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin vorgestellt. 
Infos: www.kjhv.de

Präsentation

 

Modellprojekt "Erziehung braucht eine Kultur der Partizipation" im Diakonieverbund Schweicheln
Der Umsetzungsprozess des Beteiligungsprojekts in den Einrichtungen des Diakonieverbundes Schweicheln wird im Abschlussbericht zum Modellprojekt "Erziehung braucht eine Kultur der Partizipation!" beschrieben.
Infos: www.diakonieverbund.de
Die Dokumentation (incl. einer CD mit allen erarbeiteten Materialien) ist beim Diakonieverbund Schweicheln erhältlich:

E-Mail

 

MitarbeiterInnenbeteiligung in Hochdorf - Ev. Jugendhilfe im Landkreis Ludwigsburg
Diese Beteiligungspraxis wurde von Michael Rütsche im Rahmen der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin erläutert. 
Infos: www.jugendhilfe-hochdorf.de

Präsentation


Kinder- und jugendgerechte Informationen

"Deine Rechte als Jugendlicher" Video

Jugendgerechte Infos zu Rechten & Pflichten von Jugendlichen und Betreuern des Jungendhilfetärgers Wellenbrecher e.V.

YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=Kc6s6EMSY7E

 

„I love Mitbestimmung” Plakat

Das Plakat wurde von Jugendlichen für Jugendliche entwickelt. Es zeigt ausgewählte Qualitätsstandards für gelungene Beteiligung auf jugendgerechte Weise und soll in Schulen, Kitas, Kinderzimmern und in Jugendzentren für gute Partizipation werben.

Infos und Download und Bestellmöglichkeit:

http://www.kindergerechtes-deutschland.de

 

Wir sind dafür - Kinderrechtekatalog der AWO Schleswig-Holstein gGmbH

Der Rechtekatalog wurde im Rahmen des Praxisentwicklungsprozesses „Demokratie in der Heimerziehung“ der AWO Schleswig-Holstein erarbeitet

Infos: www.awo-sh.de

Kinderrechtekatalog

 

Kinderrechte und Informationen für Kinder und Jugendliche im SOS-Kinderdorf e.V.
Erfahrungen zur Beteiligungspraxis bei SOS-Kinderdorf e.V. wurden von Reiner Romer im Rahmen der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin präsentiert. 
Infos: www.sos-kinderdorf.de

Kinderrechtekatalog

 

Kinderrechtekatalog der Ev. Jugendhilfe Schweicheln
Im Modellprojekt "Erziehung braucht eine Kultur der Partizipation" wurde für die Ev. Jugendhilfe Schweicheln ein Rechtekatalog erarbeitet. 
Infos: www.ejh-schweicheln.de

Kinderrechtekatalog

 

Partizipatives Marketing und Peergroup-Informationen in Herzogsägmühle
Dieses Praxisbeispiel wurde von Daniel Seitz im Rahmen der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin vorgestellt. 
Jugendwebsite: jugendhilfe.beiuns.net

Präsentation

 

„Kinderdorfplan“ - Partizipatives Marketing im Kinderdorf Klinge-Seckach
Diese Beteiligungspraxis wurde von Thomas Erl im Rahmen der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin vorgestellt. 
Kinderdorfplan: www.klinge-seckach.de

Präsentation

 

Gelingende Beteiligung in der Heimerziehung. Ein Werkbuch für Jugendliche und ihre BetreuerInnen
Das Buch ist eine Arbeitshilfe aus der Praxis für die Praxis mit Erfahrungen, Informationen und Tipps zur Beteiligung in den stationären Erziehungshilfen.

Infos und Bestellgmöglichkeit

Rezension Prof. Dr. Christiane Vetter

Rezension Reinhold Gravelmann, AFET


Beteiligung als Instrument in Gruppenprozessen

 "Positive Peer Culture" im Augustinusheim Ettlingen

Dieses Praxismodell wurde von Andreas Schrenk im Rahmen der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin vorgestellt. 

Infos: www.augustinusheim.de

Präsentation

 

"SoLiG" - Ein partizipatives Gruppen-Bildungs-Konzept im Christopherus-Jugendwerk Oberrimsingen
Dieses Beteiligungsmodell wurde von Norbert Scheiwe im Rahmen der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin vorgestellt.
Infos: www.jugendwerk-oberrimsingen.de

Präsentation

 

Jugendberatungsbüro "JUBB"
Jugendliche beraten und helfen Jugendlichen. Ein Peer Counseling-Angebot des CJD Nienburg.
Webseite: www.cjd-nienburg.de

Projektbeschreibung


Projekte als Lernorte für Beteiligung

Event-Day Partizipation in der EJH Geltow

Am 13.3.2010 fand der Projekttag in Geltow statt. Insgesamt 50 Kinder und Jugendliche haben sich den ganzen Sonnabend freigenommen, um einen Tag lang miteinander über Freizeitmöglichkeiten in der EJH Geltow nachzudenken. 

Download Kurzbericht

Weitere Infos: www.ejh-geltow.de 

 

Musicalprojekt im Jugendamt Stuttgart
Dieses Beteiligungsprojekt wurde von Volker Kümmel im Rahmen der Netzwerktagung im Dezember 2008 in Berlin vorgestellt. 

Präsentation

 

Partizipationsprojekt "Mitmischen macht stark" des Albert-Schweitzer-Verbandes der Familienwerke und Kinderdörfer e.V.
Bei diesem Beteiligungsprojekt in den Albert-Schweitzer-Kinderdörfern und -Familienwerken geht es darum, dass die betreuten Kinder und Jugendlichen darin motiviert werden, sich mit ihrem Umfeld, ihrer familiären Situation und ihren Perspektiven aktiv auseinander zu setzen. Sie werden angeregt, ihre Vorstellungen, Änderungswünsche und Bedürfnisse zu artikulieren und einzubringen. Das Partizipationsprojekt wird vom Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung unterstützt.
Infos: Albert-Schweitzer-Familienwerk Sachsen-Anhalt e.V.

Mitmischen

 

Bundesjugendhilfe Musikprojekt des BVkE
Seit fast 20 Jahren besteht der Bundesjugendhilfe-Gospelchor mit Band. Circa 50 Kinder und Jugendliche aus Einrichtungen der Jugendhilfe, die vorwiegend aus stationären Jugendhilfemaßnahmen kommen, nehmen mit ihren BetreuerInnen jährlich an zwei bis drei Musik-Workshops teil. Der Arbeitskreis Bundesjugendhilfemusikprojekt des BVkE e. V. wird von professionellen MusikerInnen und ReferentInnen getragen, die alle ehrenamtlich mitarbeiten. 
Infos: www.bjh-musikprojekt.de

Download Infos

 

Erster "Kurt-Hahn-Pokal" anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des BVKE
Rund 100 Kinder und Jugendliche und ca. 30 MitarbeiterInnen aus 14 Einrichtungen der Erziehungshilfe aus dem gesamten Bundesgebiet stellten sich einem erlebnispädagogischen Wettkampf. Den Gewinnern wurde beim Festakt zum 100. Jubiläum des BVkE im Mai 2009 in Limburg der erste "Kurt-Hanh-Pokal" verliehen.  
Infos: www.bvke.caritas.de 

Download Infos


Gremien und Netzwerke

Landesheimrat Bayern

Der LHR Bayern ist ein selbst organisiertes Gremium, das sich für die Wahrnehmung der Rechte von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe in Bayern einsetzt. Sein vorrangiges Ziel ist es, auf eine möglichst wirkungsvolle, gelebte Beteiligung in stationären bayerischen Jugendhilfeeinrichtungen hinzuwirken.  Der LHR wird von vier Beraterinnen und Beratern und einer Geschäftsstelle im Bayerischen Landesjugendamt unterstützt und gefördert.

Infos: www.landesheimrat.bayern.de

 

Landesheimrat Hessen

Der LHR Hessen ist ein gewähltes Gremium auf Landesebene, das sich für die Beteiligung, die Rechte und Anliegen von Kindern und Jugendlichen in hessischen Heimen einsetzt. Infos: www.landesheimrat-hessen.de

 

AG Heimratsberater Hessen

Bereits Anfang der 70er-Jahre haben sich engagierte PädagogInnen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Grundrechte in den stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zu unterstützen. Die HeimratsberaterInnen treffen sich regelmäßig, um den Erfahrungsaustausch zur Umsetzung einer demokratischen Heimerziehung zu fördern. 

Infos: www.heimratsberater-hessen.de


Ombudschaft und Beschwerdewesen

Kinder und Jugendliche haben gesetzlich garantierte Rechte und Ansprüche. Ombudsstellen engagieren sich aktiv für die Rechte und Beteiligung von Kinder und Jugendlichen und Familien. Sie sind Anlaufpunkt, unabhängige Beratungsstelle und rechtliche Unterstützung für Kinder und Jugendlichen und ihnen helfen ihre Beteiligungsrechte wahrzunehmen. 

 

Ombudsstellen gibt es mittlerweile in vielen Bundesländern: 

 

BRJ - Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V., Berlin 
Link: brj-berlin.de

BeBeE - Beratungs- und Beschwerdebüro für Erziehunghilfen, Bremen
Link: paritaet-bremen.de

BerNi - Beratungs- und Ombudsstelle für Kinder- und Jugendhilfe in Niedersachsen e.v., Hannover
Link: berni-ev.de

BOJE - Beratungs- und Ombudsstelle Kinder- und Jugendhilfe Brandenburg e.V., Königs-Wusterhausen
Link: boje-brandenburg.de

Initiative HABAKUK  - Beratungsnetzwerk der Caritas in Baden-Württemberg, Heidelberg u. Stuttgart
Link: initiative-habakuk.de

Initiative SALOMON - IVA Institut für Vollzeitpflege und Adoption, Frankfurt a.M. 
Link: iva-institut.de

Kinder haben Rechte e.V., Stuttgart, Reutlingen, Tübingen
Link: kihare.de

Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V., Dresden
Link: jrv-dresden.de

Ombudschaft Jugendhilfe NRW, Wuppertal
Link: ombudschaft-nrw.de

Ombudsstelle für Kinder- und Jugendrechte in Hessen, Limburg a.d. Lahn
Link: ombudsstelle-kinderrechte-hessen.de

Unabhängige Ombudsstelle für die Kinder- und Jugendhilfe in Bayern e.V.

Telefon: 089-53886017 · E-Mail: frank@skfbayern.de

vorläufige Informationen